Sommerreihe 2026 Zusatzfolge - Barrieren im Kopf, Barrieren im System - wenn Teilhabe zur Verhandlungssache wird(von AH)
Schätzungsweise eine Milliarde Menschen leben weltweit mit Behinderung, in Deutschland sind es etwa 7,9 Millionen Menschen. Nur in 45 Staaten werden ihre Rechte durch Vorschriften besonders geschützt. Deutschland bekannte sich durch die Ratifizierung des „Übereinkommens der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen“ (UN-BRK) und ihr Inkrafttreten im Jahr 2009 dazu, dass die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen ein Menschenrecht und kein Akt der Fürsorge oder Gnade ist. Die UN-BRK erfasst Lebensbereiche wie Barrierefreiheit, persönliche Mobilität, Gesundheit, Bildung, Beschäftigung, Teilhabe am politischen Leben, Gleichberechtigung und Nichtdiskriminierung. Jährlich rufen diverse Verbände am 5. Mai, dem europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung, dazu auf, dass ein Kämpfen für diese Ziele unerlässlich bleibt. Unter dem diesjährigen Motto „Menschenrechte sind nicht verhandelbar“ rief ein breites Bündnis am 5. Mai 2026 in Berlin zum Protest auf.
Doch an welcher Stelle stehen wir in Deutschland wirklich? Welche alltäglichen Hürden erfahren Menschen mit Behinderung im Alltag? Was muss sich in Politik, aber auch in unseren Köpfen verändern? Diesen und weiteren Fragen möchten wir in dieser Folge nachgehen. Warum Diskriminierung nicht gleich Diskriminierung ist, Behinderungen keine Zahnspange sind, die man sich einfach so aussuchen kann und welche Rolle gemeinsam geplante und organisierte Veranstaltungen für alle spielen können, darüber sprechen wir heute mit Paul. Er lebt selbst mit einer Behinderung und engagiert sich zugleich im Beirat für Menschen mit Behinderung der Stadt Potsdam. Er berichtet uns von seinen Alltagserfahrungen, aber auch Wünschen und Hoffnungen für zukünftige Entwicklungen.
Moderation: AH
Gast: Paul-Udo Hoffmann
Das ist damit die letzte und finale Folge unser tollen Projektes - Danke an AH für diesen letzten Wahnsinn und Danke an euch für alle, die uns über sechs Jahre unterstützt haben.
Bleibt politisch - wir sehen uns!